Dr. Gerhard Langemeyer: Zehn Jahre Oberbürgermeister
Zu guter Letzt noch zwei gute Nachrichten. Nach einer Umfrage des Onlineportals „meinestadt.de“ gehört Dortmund zu den 10 kinderfreundlichsten Großstädten Deutschlands. Zudem bescheinigt der "Zukunftsatlas Branchen 2009" des Schweizer Prognos-Instituts unserer Stadt optimale Bedingungen für Branchen mit großen Wachstumspotenzialen und damit gute Wirtschaftsaussichten. Unter den mehr als 400 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten erreicht Dortmund nach der Einordnung als "stiller Star" im Jahr 2004 nun einen sehr guten 23. Platz. Als besonders positiv bewertet die Studie die Förderung der Zukunftsbranchen.
Das Neue Dortmund hat Erfolg
Diese schönen Ergebnisse sind kein Zufall. Mein Ansatz war immer ein struktureller, ein nachhaltiger – und keiner, der auf kurze, politische Erfolge setzte. Das Neue Dortmund ist mein Programm. So haben wir gemeinsam in Dortmund eine Reihe von Projekten entwickelt, die langfristig positiv wirken.
Im Mittelpunkt standen dabei die Bürgerinnen und Bürger. Es ging um moderne Arbeitsplätze, eine gute Familien- und Bildungspolitik und um soziale Gerechtigkeit. Das wurde verwirklicht mit dem dortmund project, dem Familienprojekt, dem Konzept der Schulstadt Dortmund und dem Aktionsplan Soziale Stadt. In allen Bereichen haben wir große Fortschritte erzielt.
Wirtschaftpolitik zeigt Wirkung
Unsere Wirtschaftspolitik zeigt Wirkung. Wir wollen die Arbeitsplatzverluste, die durch den Niedergang von Kohle und Stahl entstanden sind, ausgleichen. Die bereinigte Zahl von Arbeitsplätzen lag 1999 bei 255.000. Jetzt wurden in Dortmund mehr als 290.000 Arbeitsplätze gezählt. Bis zum gesetzten Ziel von 325.000 Arbeitsplätzen brauchen wir „nur“ noch 33.000, mit einem Plus von gut 35.000 ist die Hälfte des Weges erreicht.
Familien- und Bildungspolitik ist vorbildlich
Die Familien- und Bildungspolitik ist vorbildlich. Wir haben seit 1999 rund 350 Mio. Euro in die Erweiterung und Sanierung unserer Schulen gesteckt. Unsere Rolle als Schulträger interpretieren wir offensiv. Wir bieten den Schulen Unterstützungsleistungen bei Bildungsplanung, Technikausstattung, Lehrerfortbildung, Sprachförderung und Integration.
Mit dem Familien-Projekt Dortmund sind wir schon lange auf dem richtigen Weg. Mit den Familienbüros, dem Ausbau der Ganztagsbetreuung, unserer Kinder- und Jugendkulturarbeit sind wir bundesweit vorbildlich.
Aktionsplan Soziale Stadt schafft Chancengleichheit
Trotz großer Erfolge, die Arbeitslosigkeit ist immer noch viel zu hoch. Hier setzt der Aktionsplan Soziale Stadt Dortmund an. Wir fördern besonders benachteiligte Stadtteile und machen sie zu Aktionsräumen. Der Abbau der Arbeitslosigkeit, die Bekämpfung der Kinderarmut und die Förderung des sozialen Zusammenhalts stehen im Mittelpunkt der Aktivitäten.
Das Gesicht der Stadt verändert sich
Mit dem Konzerthaus, dem Dortmunder U, Phoenix-West und Ost und der neuen Nutzung des Geländes der alten Westfalenhütte, um nur die markantesten Beispiele zu nennen, verändert sich das Gesicht unserer Stadt. Vor allem auf den Flächen der alten Industrien entsteht neues Leben. Auch das zeigt, dass unsere Stadt eine Perspektive hat. Wir sind den Strukturwandel mutig angegangen.
Zehn Jahre harte Arbeit
Oberbürgermeister von Dortmund – das ist der schönste Job, den ich mir vorstellen kann. Als Oberbürgermeister ist man zuallererst Lokalpatriot. Das Wohl der Stadt steht an erster Stelle. Darin habe ich mich, auch wenn es manchmal heftige Widerstände gab, nie beirren lassen. Meine ganze Kraft gehört Dortmund. Und ich finde – das Ergebnis von zehn Jahren harter Arbeit kann sich sehen lassen!
Dortmund, im Oktober 2009